Das Dilemma der Schätzung

Wie viel Aufwand ist das?

Sind sie auch schon einmal in Projekten über diese Frage gestolpert? Meist ist die Reaktion darauf: „Da müssen wir einmal Schätzen!“ und die Antwort wird bis zum nächsten Jour Fixe vertagt.

Derzeit wird in Projekten viel Augenmerk gelegt, wieviel die Realisierung eines Features oder einer Änderung kostet. In Zeiten, wo Anforderungen sehr spät konkretisiert werden wird immer früher eine Klarheit über die zu erwarteten Aufwände verlangt. Das kann nur bedingt gut gehen. Das Ergebnis sind zumeist das mit „Scope Creep“ bezeichnete stetige Anwachsen der Aufwände über die Projektdauer.

Gibt es eine Alternative?

Jeder von uns kann Schätzen. Wir tun dies tagtäglich wenn wir abschätzen, ob wir über einen Graben springen können, wenn wir etwas in hohen Bogen in den Papierkorb werfen oder wenn wir mit den Kindern Ball spielen. In diesen Situationen können wir es, ohne darüber nachdenken zu müssen, und wir verlassen uns da auch auf unsere Einschätzung.

Aber wie ist das mit Zahlen? Auch beim täglichen Einkauf erkennen wir intuitiv, ob wir uns etwas leisten wollen und ob der Preis dafür zu hoch oder im Rahmen ist. Durch einen Trick können wir diese Fähigkeit auch im Rahmen von Projekten verwenden. Ein gutes Utensil sind zwei 20-seitige Würfel, den man in jedem Spielzeuggeschäft bekommt.

20-seitige Würfel werden u.a. zum Spielen von Advanced Dungeons & Dragons Spielen verwendet.

Wenn Sie das nächste Mal in der Situation sind, ein Feature schätzen zu müssen, dann gehen sie folgendermaßen vor:

  • Rollen sie die Würfel und addieren die Tage. Das ist ihre Ersteinschätzung.
  • Ist das Ergebnis für das was gemacht werden muss zu groß, dann probieren Sie, nur einen Würfel zu rollen.
  • Ist das Ergebnis zu klein, dann probieren Sie im nächsten Schritt, die Anforderung zu teilen um kleinere Pakete für die  Schätzung zu bekommen. 
  • Wenn sie abschätzen können, ob der gewürfelte Wert passt oder leicht nicht passt, dann sind sie am Ziel. Wenn der Wert passt, dann nehmen sie ihn, wenn er leicht nicht passt, dann nehmen sie ihren Wert.
Die Würfel wissen es nicht besser, wir wissen es aber danach besser!

Ist es wirklich so einfach?

Es scheint so. Der unmittelbare Erfolg ist, dass man selbst gut einschätzen kann, ob ein vorgegebener Wert zu Hoch oder zu Niedrig ist. Zumindest ist es ein Start einer weiterführenden Diskussion, und genau das bringt alle weiter!

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Tugenden im Management

„Das höchste Gut besteht in dem festen Willen, tugendhaft zu handeln, und in der Gewissensruhe, welche die Tugend begleitet.“


Rene Descartes(1596-1650)

Manager in der heutigen Zeit haben es schwer. Das Tempo, die Herausforderungen in Form von Zielen sowie der tägliche Kommunikationsaufwand beanspruchen einen Gutteil der Zeit und Aufmerksamkeit. Eine Organisation die sich aufgrund der Markterfordernisse ständig anpasst machen das Innehalten und reflektieren schwer. Neue Methoden, Missionen und Ziele wollen gelernt und erprobt werden.


  • Ist in diesem Arbeitsleben noch Platz für Tugenden?


Der Blick in den Spiegel verschafft Klarheit. Zumindest sollte man sich selbst folgende Fragen beantworten können: 


  • Bin ich der, der ich sein will?

  • Will ich der Sinn, der ich bin?

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